„Sie wollen doch nur spielen…“

Das Rollenspiel – eine Anregung zur Begriffswahl

Aus vielen Trainings und auch Einzelcoachings ist diese Methodik nicht wegzudenken: das sogenannte Rollenspiel. Ob Verkaufstraining, Verhandlungs – oder Führungstraining: sobald es darum geht, die Inhalte wirklich zu verinnerlichen und ihre Anwendung zu üben, ist dies sicher die intensivste Art und Weise.

So beliebt dieser Teil des Trainings bei Trainern ist – bei den Teilnehmern trifft sie oft nicht auf Gegenliebe. Neben der Sorge, sich dabei zu blamieren, ist der Hauptvorbehalt das Unnatürliche: „Das ist immer so künstlich“, eine „gestellte Situation“ ... eben „nur gespielt, nicht die Realität“.

Und eine häufige Sorge von Trainern geht in genau dieselbe Richtung, speziell wenn dabei in Kleingruppen operiert wird: dass die Teilnehmer die Situation nicht ernst nehmen und im schlimmsten Fall in ihrem Gruppenraum nur herumalbern.

Hier beginnt dann natürlich die Herausforderung für die Trainer, die Vorteile herauszuarbeiten, die gerade darin liegen, dass es eben (noch) nicht die Realität ist.

In diesem Beitrag möchten wir jedoch die Aufmerksamkeit auf einen ganz anderen Punkt lenken, nämlich auf den Begriff selbst: das Rollenspiel.

„Rollen-Spiel“: dass hier Rollen eingenommen werden, ist unstrittig. Mindestens für die Personen, die den jeweils Trainierenden gegenübersitzen und beispielsweise die Kundenrolle übernehmen.

Interessant ist der zweite Wortbestandteil. In der Regel ist die Zielsetzung nicht, zu spielen, sondern zu üben, zu trainieren.

Und warum das, was der Hauptvorbehalt gegenüber dieser Methode ist, schon in deren Bezeichnung einbauen?

Daraus erklärt sich jedenfalls, warum bei KOGELSCHATZ®-Trainings nicht von „Rollenspielen“ die Rede ist – wohl aber von „Rollenübungen“ oder „Umsetzungsübungen“.